Was ist eine Herbstfurche?

Der Reiterhof Kronsberg hatte ein perfektes Geschenk für uns: Pferdemist! Die meisten Beete sind abgeerntet und sollen vor dem Winter gedüngt werden. In einer samstäglichen Großaktion verteilten wir den Mist auf den Beeten und gruben ihn grob in die obere Bodenschicht ein.

Das hat drei Wirkungen: Erstens graben wir Beikräuter um die sonst das Beet überwuchern könnten. Zweitens kommt der Dünger komplett in den Boden, wird also nicht vom Regen seitlich hinaus gespült. Drittens soll der Bodenfrost später die groben Krumen in feinere aufsprengen, so dass bis zum Frühjahr ein schön lockerer Boden entsteht.

Daher hat das Prinzip seinen Namen „grobe Herbstfurche“. Man gräbt ganz grob um, den Rest erledigt der Frost.

Mist verladen
Der Reiterhof Kronsberg schenkte uns eine Fuhre Pferdemist. Vielen Dank! Genau das brauchen unsere Beete.
Umgraben des Beetes
Der Pferdemist wird in eine sogenannte „grobe Herbstfurche“ eingebracht. Dabei graben wir Beikräuter um und der Bodenfrost sprengt später die groben Krumen fein auf.
Schubkarre mit Sellerie und Wirsingkohl
Kohl und Sellerie sind im Dezember reif. Wo wir heute noch keine Herbstfurche graben konnten, haben wir noch mal geerntet.
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Beerensträucher

So schön der Mitmachgarten ist, eines fehlte trotzdem: Beeren!  Im Oktober konnten wir endlich den Streifen hinter den Apfelbäumchen mit Johannisbeeren- und Aroniasträuchern bepflanzen.

Beerensträucher
Die Sträucher sind angekommen und warten auf ihre endgültigen Standorte. Wohin die weißen und roten Johannisbeeren, wohin den einzelnen Aronia-Strauch?
Pflanzschnitt
Damit die Sträucher sich Mühe geben mit dem Anwachsen, werden sie sofort zurück geschnitten. Nach dem Pflanzschnitt sehen sie enttäuschend klein aus – aber das holen sie nächstes Jahr schnell wieder auf.
Sträucher gießen
Die Beerensträucher brauchen viel Wasser – dank angehäufeltem Gießrand läuft es nicht gleich davon.
Einsame Weinrebe
Wohin mit der Weinrebe? Die Seeterrasse ist zu schattig. Bis wir einen festen Ort zum beranken ausdiskutiert haben, wohnt sie erstmal an der Sonnenseite der Gartenhütte.

Besuch im Garten

Letzten Donnerstag durften wir Besuch begrüßen. Im Rahmen des Projekts „Demokratie leben“ kamen Bewohner des Seniorenheims Margaretenhof „Victors Residenz“ in den Garten und konnten bei Kaffee und Kuchen die Natur genießen. Bei einem kleinen Rundgang wurden durch Anfassen, Riechen und Probieren der Kräuter und Gemüsearten, Erinnerungen an einstige eigene Gärten und alte Pflanzensorten geweckt und mit den Mitmachgärtnern und Pflegern ausgetauscht.

Besuch vom Margaretenhof "Victors Residenz"
Besuch vom Margaretenhof „Victors Residenz“
Besuch vom Margaretenhof "Victors Residenz"Im Projekt "Demokratie leben" laden wir Nachbarn in den Garten ein. Heute war das Seniorenheim Margaretenhof "Victors Residenz" zu Besuch.
Besuch vom Margaretenhof „Victors Residenz“

Abends mussten – wie fast täglich – die Beete und ihre Gartenmenschen mit dem Rasensprenger geduscht werden. Der Boden dankt es mit trotz Dürre saftigen Möhren.

Dusche fürs Beet
Unverzichtbar war diesen Sommer die Dusche
fürs Beet wie für die Gärtner darauf
Ernte trotz Dürre
Dank fleißiger Bewässerung gibt es Wurzeln trotz Dürre

Blühende Nachtkerzen

Ein ganz normaler Mittsommertag im Garten. Neue Wildblumen zogen auf den Trockenrasen, Mohnkörner brachten ihren eigenen Streuer mit, Kohlzwillinge winkten hinterm Kürbiswald.

Doch dann in der kürzesten Nacht des Jahres …

Bienenwiese mit Schild "frisch gesät"
Trockenrasen und Bienenweide wurden neu eingesät
Samen werden aus einer Mohnkapsel gestreut
Mohn bringt seinen eigenen Streuer mit
Zucchini, Kürbis und Tomate bilden einen dichten Wald
Zucchini, Kürbis und Tomate bilden einen dichten Wald
Ein doppelter, violetter Kohlrabi
Ein doppelter, violetter Kohlrabi

… in der kürzesten Nacht des Jahres brannten Kerzen. Leuchtend gelb blühte unsere Nachtkerze auf. Ein Schauspiel das nur mitbekommt, wer auch nachts im Garten ist.

Blühende Nachtkerze im Dunkeln
Die Nachtkerze blüht nur nachts

Nachtkerze

Pflanztag

Vor knapp drei Wochen hatten wir Salate ins Frühbeet gesät. Es besteht aus einer alten Glastür und ebenso wiederverwerteten Brettern und geht ziemlich schwer auf.

Zwei GärtnerInnen bepflanzen ein Frühbeet

Die Erde musste darin alle zwei Tage gegossen werden und … ja, wir haben durchgehalten!

Am 1. Mai hieß es für die jungen Salatpflänzchen „raus aus dem Kindergarten“! Sie wurden vorsichtig auseinander gezupft und ins vorgesehene Beet gesetzt. Noch passt der Pflanzplan zur Wirklichkeit.

Vorgezogene Salatpflänzchen und ein Pflanzplan

Dort leisten ihnen einige ältere Pflanzen aus einer Bio-Gärtnerei Gesellschaft. Die meisten Salatköpfe in diesem Beet werden von Schnecken gefressen gleichzeitig erntereif sein. Das wir eine Schneckenzucht Salat-Party!

In Reihen gepflanzter Salat

Dann setzten wir den großen Umzug fort. Der wuchernde Topinambur soll sein Feld räumen und an anderer Stelle angesiedelt werden. Wer Topinambur noch mag, soll ihn sich jetzt bitte abholen. Gerne viel!

Eine Schubkarre voll ausgegrabenem Topinambur, ein Eimer mit Knollen, Gartenwerkzeug

Es geht los!

Das Frühjahr beginnt und schon können wir Danke sagen. Danke an den Laatzener Reiterverein für eine Fuhre Pferdemist. Am letzten warmen Tag vor der hoffentlich letzten Frostperiode konnten wir den Dünger auf unseren Beeten verteilen, nach dem Frost werden wir ihn eingraben.

Gärtnerin mit Schubkarre und Mistforke trägt Strohhaufen ab
Der letzte Mist enthielt fast nur Stroh. In einem Jahr wird er sich in frischen Kompost verwandelt haben.

Oben sieht man im Hintergrund eine Lavendelreihe die als Beetrand-Befestigung gut angewachsen ist. Auf dem unteren Bild liegen von der Stadt Laatzen geschenkte Holzblöcke bereit, um bald auch diesen Beetrand neu einzufassen.

Vielen Dank an die Spender der alternativen Beeteinfassungen! Im unteren Hintergrund sieht man den Zustand der alten Beetränder, von denen wir dieses Jahr möglichst viel ersetzen möchten.

Blick vom Kompost über die Beete zum Insektenhotel
Blick vom Kompost über die Beete zum Insektenhotel

Jahresabschluss 2017

Schon ist der Dezember halb vorbei! Wo ist der beste Ort, um den Jahresabschluss zu feiern?

Im Garten, natürlich.

Bei Heißgetränken aus der Thermoskanne und Essen am Stock feierten wir heute die letzte Gartenparty für 2017. In wenigen Wochen beginnt dann die neue Saison.

Gärtner toasten Brötchen über der Feuerschale
Philip, Georg und Günter toasten Brot über der Feuerschale

 

Gründüngung mit Bohnen

Rosenkohl und Reste roter Rüben halten sich noch eisern, doch die Saison geht zu Ende. Vor der Winterpause ist gerade noch Zeit, den nächsten Frühling vorzubereiten.

Von den Bohnen, unseren Lieblingsleguminosen, wird nur der grüne Pflanzenteil abgemäht. Die Wurzel mit ihren Knöllchenbakterien bleibt im Boden. Das verbessert die Stickstoffversorgung in der kommenden Saison.

Einer gemähten Bohnenreihe sieht man kaum an, dass sie bewachsen war. Oben rechts seht ihr, neben dem Rosenkohl, einen frisch umgegrabenen Boden – ohne Beikräuter, aber mit aufgewühlter Struktur. Unten vorn dagegen der Boden nach Mähen der Bohnen – wie ungenutzt, innen aber umso lebendiger.

Die Bohnenpflanzen werden oberflächlich abgemäht, ihre Wurzeln bleiben im Boden.
Die Bohnenpflanzen werden oberflächlich abgemäht, ihre Wurzeln bleiben im Boden.
Ausgerissene Bohnenpflanze
Ausgerissene Bohnenpflanze

Echter Herbst glänzt nur im Regen, deshalb noch ein Gartenpanorama bei selbstgießendem Wetter:

Mitmachgarten bei Regen im Herbst
Herbst und Regen im Garten

 

Die Ernte ist in vollem Gange

Der Regen bringt zwar viele Mücken, dafür müssen wir in letzter Zeit nicht gießen. Neben gelben und grünen Zucchini, holen wir haufenweise Kartoffeln und Möhren aus den Beeten.

Auch technisch tut sich etwas: Es gibt wieder Aussichten auf ein Windrad, das den Garten bald mit Strom versorgen könnte.

Erntekörbchen mit Zucchini und einem rekordverdächtig kleinen Blumenköhlchen
Erntekörbchen mit Zucchini und einem rekordverdächtig kleinen Blumenköhlchen