Ringelblumencreme

Im Garten blühen wunderschöne Rungelblumen in fröhlich leuchtendem Orange. Heute führten sie zu ungefähr diesem Wortwechsel:

Gärtnerin A: „Wie lange halten die Blumen denn in der Vase?

Gärtnerin B: „Keine Ahnung, ich verarbeite die immer sofort.

Wie werden frisch gepflückte Ringelblumen zu Creme? Ich mache es immer so:

  • Wirkstoff: Eine Handvoll Ringelblumen aus dem Mitmachgarten
  • Feuchtigkeit: Eine Tasse (ca. 150ml) heißes Leitungswasser
  • Fett: Ein Klumpen Kokosfett oder die gleiche Menge Sonnenblumenöl
  • Konsistenzgeber: Eine Platte Bienenwachs vom Imker, zusammen gefaltet etwa 2/3 so groß wie der Fettklumpen. Kokosfett braucht weniger, Sonnenblumenöl etwas mehr Bienenwachs.
  • Emulgator: Ein Teelöffel Sojalecithin-Granulat
  • Wer mag: Ein paar Tropfen ätherisches Lavendel- und Teebaumöl

Exakte Mengen habe ich nie dokumentiert. Mit etwas Übung war es kein Problem, die Zutaten nach Augenmaß zu dosieren.

Zuerst schmelze ich das Sonnenlbumen- bzw. Kokosfett in einem Wasserbad. Währenddessen zerkleinere ich die Blütenköpfe und mische sie ins heiße Fett. Sie werden kurz mit erhitzt und dürfen dann ca. 30 Minten warm ziehen.

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Ringelblumenblütenblätter in geschmolzenem Kokosfett

Dann gieße ich die Masse durch einen Teefilter, um die Blätter loszuwerden. Sofort gehts zurück ins Wasserbad: In dem nun goldgelben, klaren Öl werden das Bienenwachs und das Sojalecithin aufgelöst.

Das Wachs dient dazu, die Creme fester zu machen, sodass sie bei Wärme nicht aus der Dose läuft. Das Sojalecithin sorgt als Emulgator dafür, dass Fett- und Wasserphase sich beim Abkühlen nicht trennen.

Eventuell löst das Lecithin sich nicht ganz auf. Die übrigen Krümel stören aber kaum und lassen sich leicht aus der Tasse fischen.

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Ringelbumenöl mit Lecithin und Wachs

Wenn die Fettphase klar und glatt verrührt ist, kommt eine Tasse kochend heißes Wasser direkt aus der Leitung dazu.

Falls dein Heißwasser mit weniger 90°C aus dem Hahn kommt, kannst du eine zweite Tasse nur mit Wasser in den Topf stellen, um es auf die gleiche Temperatur wie die Fettphase zu bringen, und dann alles zusammen kippen.

Jetzt muss sofort gut gerührt werden. Wasser und Fett dürfen keine getrennten Phasen bilden. Unter ständigem Rühren bildet sich eine leicht schaumige Milch.

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Wasser- und Fettphase, noch warm und gut verrührt

Wenn die Milch eine gleichmäßige Farbe annimmt, kann die Tasse aus dem Wasserbad genommen werden. Weiter rühren, während die Masse abkühlt!

Im Prinzip ist die Creme jetzt fertig. Sobald sie nur noch handwarm ist, können nach Geschmack ätherische Öle hinein getropft werden. Derzeit empfehlen sich zum Beispiel 5 Tropfen Teebaumöl (gegen Schimmel) und 5 Tropfen Lavendelöl (gegen Mücken). So ist die Creme länger haltbar und fit für den Sommerurlaub. Wer den Geruch nicht mag, kann natürlich darauf verzichten.

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Abfüllen in saubere Cremedosen

Jetzt kann die Creme in heiß ausgewaschene Cremedosen abgefüllt werden. Hier eignen sich gebrauchte Dosen aus Blech oder Glas. Plastikdosen gehen natürlich auch, allerdings lassen sie sich schwerer reinigen, so dass die Schraubgewinde nach ein paar Nutzungszyklen versiffen. (Das Foto zeigt die Luxusvariante aus dunklem Glas.)

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Der Vorrat gehört in den Kühlschrank

Die Creme kann man in kleinere Dosen abfüllen, um sie in der Jacketasche immer dabei zu haben. Dort ist sie mehrere Wochen haltbar. Größere Vorräte müssen jedoch im Kühlschrank gelagert werden. Ganz besonders, wenn du das Teebaumöl – den einzigen Konservierungsstoff – deiner Nase zuliebe weggelassen hast.

Viel Spaß beim Mischen!

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